Der Brief aus Kambodscha
Mit dem Beitrag "Der Brief aus Kambodscha" ist der Filmemacherin Alice Schmidt eine überzeugende und berührende Darstellung des schweren Themas "Landminen" gelungen. Der Betrachter wird durch die einfühlsam bebilderte Erzählung der kleinen achtjährigen Rita aus Kambodscha an ein grausames Schicksal herangeführt – das stellvertretend steht für das Schicksal vieler Kinder und Erwachsener in Ländern, die unter Kriegsfolgen zu leiden haben. Der Film erhält durch seine Originalschauplätze, seine gut ausgewählten und geführten Laiendarsteller und eingestreute, dokumentarische Bilder eine hohe Authentizität, und schafft es gleichzeitig, durch den kindlichen Erzähler sowie starke Bilder eine eigene Sprache zu entwickeln. In der kurzen vorhandenen Zeit wird so auch einem jungen Zuschauer ein komplexes Menschenrechtsproblem vor Augen geführt. Dem ZDF als verantwortlichem Sender gehört darüber hinaus die Anerkennung, mit der Reihe "Die Rechte der Kinder" einen schwierigen und daher mutigen Programmakzent gesetzt zu haben. Die Umsetzung einzelner Kinderrechte in Filmhandlungen ist eine künstlerische Herausforderung. Mit "Der Brief aus Kambodscha" wurde dieser Herauforderung mehr als angemessen begegnet.














