Jurybegründung
Mexiko - Künstler gegen das Verbrechen

Ihre Stühle bleiben leer. 43 Lehramtsstudenten verschwinden in Mexiko auf Nimmerwiedersehen. Der Film von Alexander Bühler zeigt, dass ihr Tod – denn lebend erwartet sie wohl kaum jemand zurück – nicht umsonst war. Das gibt Hoffnung. Wer am Anfang glaubt einen Beitrag zu sehen, der nur „Gegen das Vergessen“ ankämpft, wird überrascht. Als wäre es nicht wichtig genug, an das ungeklärte Schicksal der Vermissten zu erinnern, nimmt der Film alle wichtigen Themen Mexikos in den Focus: Unterdrückung, unaufgeklärte Verbrechen, die Macht der Drogenmafia, korrupte politische Eliten, …
Und er zeigt, dass zwar 43 Studenten gestorben sind, aber nicht die Ideale der Menschen in dem mittelamerikanischen Land. Solidarität von unten heißt das Stichwort und hier nimmt der Film noch einmal richtig Fahrt auf. Er zeigt die positive Kraft der Zivilgesellschaft, die das Vergessen nicht zulässt, die erinnert und Veränderung fordert. Eine Gesellschaft die sich nicht länger alles gefallen lassen will, die Zivilcourage zeigt und so zum Vorbild auch für uns wird.
Die Jury hat dem Beitrag den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis in der Kategorie Magazinbeitrag verliehen, weil er eindrücklich zeigt, wie Kunst, wenn sie denn Grenzen überschreitet, zum wichtigen Appell für Gesellschaften werden kann. Neben dem Autoren Alexander Bühler will die Jury auch die Redaktion von „Titel Thesen Temperamente“ ermutigen weiterhin Themen rund um das Thema „Menschenrechte“ auf die Agenda zu setzen. Die Sendung widmet sich immer wieder schwierigen politischen Inhalten und bezieht jetzt schon Stellung für ein positives soziales Miteinander.

 

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Interviews Preisverleihung

Heidi Specogna
Preisträgerin Langfilm
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Alexander Bühler
Preisträgerin „Magazinbeitrag“
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Preisträgerin "Hochschule"
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Prof. Dr. Dr. hc Heribert Prantl,
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