Jurybegründung
Mohammed auf der Flucht

Mohammed ist 13 Jahre alt und mit seiner Familie aus Syrien in die Türkei geflohen. Er lebt unter Plastikplanen, schläft auf der Erde, denn im nur ein paar Meter entfernten Flüchtlingslager ist schon lange kein Platz mehr. Er friert, er ist krank, er vermisst seine Heimat und nachts träumt er von den Raketenangriffen auf sein Dorf. Trotzdem versucht er tags-über, das zu machen, was alle Kinder wollen: Spielen, Freunde treffen, für seine Geschwister und Familie da sein. Sein Schicksal steht exemplarisch für Tausende Kinder, die sich gerade auf der Flucht befinden, die irgendwo gestrandet sind und nicht wissen, wie es morgen weitergeht.
Und es gibt viele Berichte über diese Schicksale, über dieses Leid. Was macht „Mohammed auf der Flucht“ dann preiswürdig? Guido Holz hat diesen Beitrag für die Reihe „Schau in meine Welt“ beim KiKa gemacht, dem Kinderkanal. Er schafft dieses schwierige und wichtige Thema so zu erzählen, dass es Kinder erreichen kann, dass sie sich mit Mohammed identifizieren können – ohne dass er verharmlost oder Fakten verschweigt. Er macht Mohammed zum Protagonisten und wo immer möglich zum Erzähler dieser Geschichte, er erklärt und zeigt uns seine Welt, mal tapfer, mal aufgewühlt aber immer so, dass er seine jungen Zuschauer berührt, ohne sie zu verängstigen oder zu überfordern. Diese Balance aus verständlicher, journalistischer Berichterstattung, emotionaler Tiefe und dem Blick auf Augenhöhe für sein junges Publikum, gelingt Guido Holz so vortrefflich, dass er dafür den Menschenrechts-Filmpreis 2014 in der Kategorie Kurzfilm erhält.

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