Schutz der Menschenrechte im Fokus der Zivilgesellschaft

 

Foto: spdfraktion.de (Susie Knoll / Florian Jänicke)

Menschenrechte zu schützen und für ihre Achtung weltweit einzutreten, ist eine zentrale Aufgabe der deutschen Außenpolitik. Ohne die Gewährung der Menschenrechte weltweit lassen sich Stabilität und Frieden weder herstellen noch nachhaltig sichern.

Dabei ist die Menschenrechtspolitik in besonderem Maß auf die aktive und fortlaufende Partizipation der Zivilgesellschaft angewiesen. Der Schutz der Menschenrechte lebt vom Engagement der Zivilgesellschaft. Er lebt von Menschen, die Verletzungen der Menschenrechte aufdecken, von engagierten Aktivisten im Kampf gegen Verletzungen und von der Wahrnehmung sowohl der bestehenden Defizite als auch des Engagements zu deren Bekämpfung in der Öffentlichkeit.

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis leistet hierzu einen gewichtigen Beitrag. Er fördert das Nachdenken über Menschenrechte, deren Schutz, Bedrohung und Verletzungen. Die Filmschaffenden werden angeregt, sich bewusst, kritisch und kreativ mit der Thematik auseinanderzusetzen, Lücken im Menschrechtsschutz aufzudecken, Verletzungen aus der Versenkung an die Öffentlichkeit zu bringen und einzelne Geschichten aufzuarbeiten und einer breiten Gesellschaft zugänglich zu machen.

Über das Medium des Films können viele Menschen erreicht werden. Filme haben eine besondere Wirkung: Einzelne Themen und Schicksale werden plastisch dargestellt, der Zuschauer kann sich in die Personen hineinversetzen und sonst abstrakt bekannte, weit entfernte Menschenrechtsproblematiken werden plötzlich erlebbar und nachvollziehbar. Die Menschenrechtsproblematik wird aus der Abstraktheit der Politik und aus der teilweise weiten räumlichen und kulturellen Entfernung in die Mitte der deutschen Gesellschaft gebracht.

Es ist wichtig, dass wir uns im Alltag immer wieder der Bedeutung der Menschenrechte bewusst werden und aktiv daran arbeiten, den Schutz der Menschenrechte weltweit stetig weiter zu entwickeln. Ich danke dem Deutschen Menschenrechte-Filmpreis und allen Beteiligten, Künstlern wie Organisatoren, für ihren Beitrag.

Machen Sie weiter so!

Christoph Strässer
Ehemaliger Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt (bis 02/2016)

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